Wer einige Zeit im WWW herumgesurft ist oder sich gar selbst an die Erstellung von WWW-Seiten gewagt hat,
wird vor allem die Einschränkungen im Layout festgestellt haben. Die HTML-Sprache ist leider immer noch
zeilen- und textorientiert und läßt sich nur mit großen Mühen dazu verleiten, Abbildungen
vernünftig zu plazieren, Tabulatoren zu setzen etc.
Nur mit großen Anstrengungen ist es möglich, vorhandene, layoutete Seiten ins WWW zu übertragen.
Auf der Buchmesse habe ich eine Neuentdeckung gemacht: das Dateiformat PDF (=Portabel Document Format). Ich kannte das bis dahin nur aus verschiedenen amerikanischen Internet Angeboten, wo Dateien in diesem Format offeriert wurden. Auf der Buchmesse hatte ADOBE einen Stand und zeigte ganze CD-ROMS, wo tausende von Seiten im PDF-Format gespeichert und abrufbar waren. Der SPIEGEL beispielsweise nutzt das PDF-Format, um ganze Jahrgänge auf CD-ROM zu archivieren und recherchierbar zu machen.
Und so funktioniert es: mit der Software ADOBE ACROBAT werden Layout-Dateien jeglicher Herkunft zunächst in
das Hard- und Software-unabhängige POSTSCRIPT-Format übertragen, und danach in PDF. Die PDF-Datei ist natürlich sehr viel
kleiner als die POSTSCRIPT-Datei und hat viele Vorteile:
Jetzt kommt die Zukunftsvision:
Die erwartete Integration des PDF-Readers in NETSCAPE ist für uns übrigens auch der Grund, weshalb wir unseren umfangreichen digitalen Architekturführer, der im DIN-A4-Layout vorliegt (in PAGEMAKER), bisher nicht im WWW verfügbar haben, weil die Layout-Möglichkeiten im PAGEMAKER viel besser sind und auch die in PAGEMAKER 6 mögliche Konvertierung umständlicher, arbeitsaufwendiger und obendrein qualitativ schlechter wäre als die PDF-Version - Sie müssen sich also noch ein wenig gedulden!
Wenn Sie wollen, können Sie sich den kostenlos erhältlichen ACROBAT-READER aus dem Netz saugen (die Datei hat allerdings 1,5 MB!!) und
schon in Netscape einbinden. PDF-Dateien finden Sie ebenfalls im Internet, notfalls holen Sie sich einige Demo-Dateien bei ADOBE! Allerdings
sind die PDF-Dateien deutlich größer als HTML-Dateien und man benötigt schon einen einigermaßen schnellen Netzzugang!
Soeben erfuhr ich, daß die Zeitschrift BAUINFORMATIK bereits ihre letzten Ausgaben im PDF-Format zur Verfügung stellt, allerdings bisher
noch nicht im Internet, sondern in CAADnet++, einem Online-Dienst für Benutzer des CAD-Programmes SPIRIT (Adresse bei ARCHINET erfragen!)