 | Ein Tip "hinter vorgehaltener Hand": wer die Spannung nicht mehr erträgt, die
von Messe-Ankündigungen ausgeht, der ziehe sich einen "Blaumann" an und
streife inkognito am Vorabend einer Messe wie der ACS durch die Halle. Es ist
immer das gleiche Szenario: Während einige Stände schon perfekt fertig sind und
ungebetene Gäste durch ein ringsherum gespanntes Klebeband abhalten, wird an
einigen Flächen auch um 20.00 abends noch gehämmert und gebastelt. Für den Fall der Fälle gibt es einen "fliegenden Händler", der von
Computer-Klebe-Schriften bis hin zur Reißzwecke jeden Deko-Wunsch erfüllt.
Aber entweder ist die Organisation perfekter geworden oder der merkliche
Ausstellerschwund zeigt seine Folgen: es sind im Vergleich zum Vorjahr doch
einige Flächen leergeblieben bzw. von der Messeleitung selbst gefüllt worden:
mit dem Sonderstand ONLINE, mit der INFOTHEKE, die nicht mehr vor dem
Halleneingang steht, sondern mittendrin und von orientierungslosen
Neu-Besuchern wahrscheinlich gar nicht gefunden wird und mit der Ausstellung
des ACS-Plakatwettbewerbs und des ACS-PREISES für den
CAD-Wettbewerb - diesmal unter dem Thema "Würfel".
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Nemetschek hat offensichtlich große Online-Ambitionen, so zeigt schon
der ACS-Katalog, den man sich bekanntlich, wie im Vorjahr erstmals
praktiziert, bereits vor der Messe ins Haus kommen lassen kann.
Dieser Eindruck wird auf der Messe verstärkt, wo Nemetschek neben
dem (im Vergelcih zum Vorjahr kleiner und überschaubarer gewordenen
Hauptstand D04) einen separaten Online-Stand (E04) zeigt.
Hier gibt´s die u.a. eine Video-unterstützte Hotline zu sehen.
Das Thema Video-Konferenz ist übrigens auch zu sehen bei RIB (Stand
B04) und bei der Telekom, wo sich IEZ per Video-Konferenz zeigt.
ISDN macht´s möglich: von nun an können Sie gemeinsam mit
Fachplanern und Bauherren an einem "virtuellen" Besprechungstisch
sitzen, sich gegenseitig per Videobild betrachten, per Mikrofon
besprechen, per Tastatur Notizen machen und gleichzeitig die CAD-Pläne
online abstimmen.
Das ist sicher ein interessanter Aspekt des Messeschwerpunktthemas
ONLINE, wenngleich die meistens Aussteller sich darunter die Präsenz
im Internet vorgestellt haben, und sich anstrengten, zur Messe eine
vorzeigbare Web-Site zu haben, denn man weiß ja nie, was die
"Mitbewerber" zur Messe aus dem Hut zaubern. Damit die Messe nicht
gar zu langweilig wird, sind die Online-Aktivitäten natürlich auch
entsprechend plakatiert und fast jeder Messestand hat ein
Online-Terminal mitgebracht.
Die Edition AUM hat nach der eher peinlichen Premiere mit der zur ACS
95 Infomanager-CD nun nicht nur die CD-ROM qualitativ sehr stark
verbessert, sondern kündigt zur ACS 96 auch eine Online-Version an mit
18000 kostenlos verfügbaren Adressen an. Wir sind gespannt, nachdem
die Web-Site schon seit Wochen auf den 13.November verweist.
Die deutschen Architekturhochschulen sind erstmals mit einem
gemeinsamen Messestand vertreten und zeigen ein breites
Anwendungsspektrum dessen, was Studierende heutzutage im Bereich
CAD, Baumanagement, Visualisierung und Multimedia lernen und
weiterentwickeln. Zwei Architekturführer werden gar online angeboten:
A-IDA aus Kiel und ein Wegweiser zur IBA EMSCHER PARK aus
Bochum.
Dieser Messestand wird finanziell mitgetragen von Softwareherstellern wie
acadgraph, cubulus, graphisoft, nemetschek, quadric, rib und einer Reihe
von Hardwareherstellern wie ELSA, aber auch anderen Firmen aus dem
Bau- und Planungsbereich wie DLW, YTONG etc.
weitere Softwarehersteller, die zur ACS online präsent sind: Sidoun,
mb-Programme, Autodesk, etc.
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