
Die ACS-Messe stellt seit Jahren ein fixes Datum dar für alle, die sich ernsthaft mit dem Computereinsatz in
Architekturbüros befassen: zunächst für die vielen Unschlüssigen, deren Zahl aber von Jahr zu Jahr abnimmt
(neueste Zahlen sprechen davon, daß mehr als 80% der Architekturbüros bereits Computer einsetzen - davon allerdings
viele auch nur im Sekretariat und für AVA), später dann für die zunehmende Zahl an Computerbesitzern, die sich
mit AVA und vor allem CAD befassen.
Daneben hat sich die ACS als Institution der Kommunikation etabliert, wo man mit Sicherheit Kollegen, Bekannte
und Studienkollegen aus der gesamten Republik wiedertrifft.
Zum ersten Mal wird sich die vertraute Atmosphäre
der gediegenen Landeshauptstadt ändern durch einen Umzug in die, zumindest architektonisch bekannte Messehalle 9 der
Frankfurter Messe, die Oswald Matthias Ungers Anfang der achtziger Jahre baute und mit der bekannten Galleria an die
bestehenden Messehallen ankoppelte. Die Gründe für den Umzug waren nicht so sehr das vermutete weitere Wachstum, sondern eher
organisatorische Querelen mit den Betreibern der Wiesbadener Messehallen.
Ein Problem jedes Messebesuches stellt die Orientierung auf dem Messegelände dar. Bedingt durch meist lange Anreisewege, Parkplatzsuche, Bustransfer etc.
ist schon ein Großteil des Messetages passe und es beginnt zunächst die Phase der Orientierung auf der Messe, die gut und gerne
die erste Stunde "frißt".
Clevere Messebesucher lassen sich einen Messekatalog zuschicken, orientieren sich bereits zuhause und markieren sich ihre
Messestrecke. Dies funktionierte bei der ACS bisher leider nicht, weil der für solcherart Vorbereitung
notwendige Katalog erst am Tag der Messe erhältlich war. In diesem Jahr hat die Messeleitung angekündigt, den Katalog bereits ab 27. Oktober zu verschicken.
Hier die Bestelladresse:Architektenkammer Hessen- ACS-Organisation - Mainzer Straße 10 - D-65185 Wiesbaden (Fax 0611-173840)
Im Zeitalter der Online-Dienste wäre es natürlich auch möglich, die Kataloginformation und sogar Live-Information der
Messe beispielsweise im Internet anzubieten (wie dies bei großen Messen wie CeBIT, Frankfurter Buchmesse etc. bereits praktiziert wird) -
doch für derartige Revolutionen ist die Messeleitung bisher nicht aufgeschlossen. Ich erinnere mich an meinen eigenen
Versuch im Jahre 1994, ein Messeinformationssystem aufzubauen und vor der Messe per Diskette zu verschicken. Es gab etliche
Diskettenbestellungen und genügend positive Resonanz auf der Messe, aber durch die Uneinsichtigkeit der Messeleitung im Vorbereitungsstadium blieb
der Ansatz leider ohne offiziellen Segen und deshalb leider recht erfolglos.
Leider ist diese Haltung symptomatisch für einen Großteil der Baubranche. Als Beispiel sei die CD-ROM erwähnt.
Während es in den USA bereits 1990 erste Bauprodukt-CD´s gab, ließ diese Entwicklung hierzulande noch drei Jahre auf sich warten
und noch immer bekommt man die Meldung, daß bekannte Bauproduktdaten-Lieferanten noch ein bis zwei Jahre brauchen, um
ihre Daten in digitaler Form aufbereitet zu haben. Auf eine breite Akzeptanz von Online-Diensten im Baubereich darf man
also getrost noch eine Weile warten.
Nach dem langen Vortext erwarten Sie an dieser Stelle sicherlich
Selbstverständlich gibt es an dieser Stelle noch das Veranstaltungsprogramm , eine Zufahrts-Skizze und auch einen Hallenplan (alles dankenswerterweise in den Faltblättern bzw. dem Katalog enthalten!!